JAHRESKREISE

Die 8 Jahreskreistermine und Zeremonien wiederholen sich jedes Jahr und können uns damit in ihrer Beständigkeit und Wirkung wieder Sicherheit und Vertrauen ins Leben geben. Lebendige Feiern & Zeremonien an überliefertes Wissen angelehnt haben die Eigenschaft, dass sie uns mit etwas "Größerem" verbinden & vereinen können, dass über unser irdisches "Ich" hinausgeht. Mit Unterstützung der Naturkräfte & Elemente, Kraftorte, Planeten, Symbole, Düfte, Farben & Formen, Imagination u.v.m. können wir unsere Wünsche zum Höchsten Wohle mit der "Realität" verweben. Unerwünschte Energien können transformiert und / oder in "lichtvolle" umgewandelt werden. Je mehr wir durch Meditation, Rituale und Übungen Erfahrungen sammeln und unsere Sinne schärfen, desto mehr können wir "erleben" und "erfühlen". Wir werden dadurch eigenständiger, klarer, (selbst)bewusster und (eigen)verantwortlicher.

2. Februar BRIGID Visionssuche und Neubeginn
In der Nacht vom 01.02. auf den 02.02. wird LICHTMESS gefeiert - das keltische IMBOLC bzw. das Fest der BRIGID. BRIGID stammt aus der alten keltischen Götterwelt und wurde später, im christianisierten Irland auch als Heilige gesehen. Dadurch bekommt sie zwei Bedeutungen, die eine ist die christlich geprägte Mutter und gleichzeitig Jungfrau, die Parallelen mit der Jungfrau Maria aufweist. Zum anderen ist die starke Göttin des Feuers und der Inspiration. Die Göttin: Ihre Zeit ist die der Wintermitte, des kalten Februars, der uns noch dunkel und ohne Kraft erscheint. Doch die Rückkehr des Lichts, die ersten Zeichen der langsam erwachenden Natur geben uns Hoffnung und Ideen für neue Ziele. Es ist die Zeit des Aufräumens, des Reinigens, es ist für so manchen die Vorbereitung auf einen Umzug, eine berufliche Umstellung, die Vorarbeit auf die Gartensaison. In dieser Zeit feiern wir Lichtmess, keltisch: IMBOLC. Die Göttin BRIGID löst die dunkle, schwarze Göttin CERRIDWEN/MORRIGANE ab, die den Winter b
eherrscht. Das Fest findet in der Regel am 2. Februar statt. Dazu wird oft die Göttin Brigid angerufen, um sie für Inspiration zu bitten oder um bei Visionen zu helfen. In irischen Texten ist von einer Weltenschöpfung die Rede, in der Brigid die Erde mit ihrem blauen Mantel segnet und auch die Insel "Iona" = Irland erschafft. Ein Auszug; Brigid mit weiteren Göttern: "Wir werden das Lichtschwert mitnehmen und den Kessel der Fülle und den Speer des Sieges und den Stein des Schicksals. Denn wir wollen in die Erde hineingestalten Macht und Weisheit und Schönheit und die verschwenderische Kraft des Herzens."Brigid hatte eine wichtige Funktion für die Ackerbauern, sie wurde auf ihrem Wagen durch die Felder gefahren und wie schon erwähnt als Jungfrau mit Kind in den Armen dargestellt. Durch ihre schöpferischen Fähigkeiten und den Aspekt des Schutzes stellt sie somit auch eine Muttergöttin dar. Sie gilt zudem als Beschützerin der Frauen, als Bewacherin der Schicksale und Träume, als Göttin der Dichtkunst, der Kreativität und der Erneuerung. Sie herrscht über das Feuer und erhält es am Leben. Wir können Brigid  anrufen, wenn wir neue Visionen und Ideen bekommen möchten oder Kraft für neue Ziele brauchen. Sie ebnet uns den Boden für die Aussaat. Wir sehen in ihr eine Art Urkraft, die uns Licht und Wärme bringt. Deshalb sollten wir uns vor allem mit dem Element Feuer in Verbindung setzen. Dazu reicht ein Kaminfeuer oder ein paar Kerzen (Kerzenspirale/Kerzenkreis). Die Farbe Blau soll uns an ihren schützenden Mantel erinnern, und die Milch, als kraftspendendes Getränk, passen zu einem "Brigid-Ritual". Ihr wird auch seit keltischer Zeit ein Baum zugesprochen, die Eberesche. Er gilt als Baum der Lebenskräfte.
Nächster Termin: 02.02.2012 ab 19.00, Gesundheitszentrum Schriesheim
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21. März FRÜHLINGSTAGUNDNACHTGLEICHE: Gleichgewicht und Wachstumskraft
Die Tage werden langsam spürbar länger und auch die Kraft der Sonne wird intensiver.
Die Zeit, in der wir uns eher nach innen gewendet und mit inneren Themen und Visionen beschäftigt haben endet jetzt und wir beginnen uns wieder bewusst nach außen zu orientieren und der realen Welt zuzuwenden. Die Energie dieser Zeit gibt uns Kraft, etwas Neues zu beginnen, uns hinauszuwagen und anzufangen.

Die Göttinnen dieser Zeit sind die Frühlings-, und Vegetationsgöttinnen (u.a. Minerva, Athene, Freya, Ostara), die jetzt aus ihrem "Winterschlaf" erwachen und neues Wachstum und frische Energien auf die Erde bringen. Sie werden in zahlreichen Kulturen mit Musik und Tanz begrüßt. Das Osterfest ist Frühlingsanfangs-, und Mondfest zugleich. Das Osterfest wird von vielen Menschen auch heute noch nach dem alten Mondkalender gefeiert. Es fällt auf den ersten Sonntag, der auf den Vollmond folgt, nach der Frühlings-Tagundnachtgleiche. Die Felder werden vorbereitet. In manchen ländlichen Gegenden kennt und praktiziert man heute noch das Feldsegnungsritual und die Feldweihe. Bereits von Alters her wird dieses Fest auch mit dem Tod und Auferstehung in Verbindung gebracht. Karfreitag wurde Jesus gekreuzigt - Ostersonntag war seine Auferstehung. Auch der Gott Mithras starb am Karfreitag, seine Auferstehung in einer Felsenhöhle war am Ostersonntag.

Rituale: Frühjahrsputz, Segnungsritual, Umstellung der Ernährung, Ausdruck der Kreativität (Singen, Malen, Gelb/Grün Orange/Rot/Violett), Bewegung, Atemübungen, Vogelkraft.
Nächster Termin: 21.03.2012 Feuerlauf, 75233 Tiefenbronn
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30. April / 01. Mai WALPURGIS / BELTANE
Sinnlichkeit und Lebensfreude

Dies ist ein Freudenfest, ein Fest der Sinne, der Lebensfreude, der Fröhlichkeit, Fruchtbarkeit, der Vereinigung und des Sieges der Sonne und des Sommers über den kalten, dunklen Winter.

Walpurgis ist ursprünglich eine heidnische Göttin, die später christianisiert und danach heilig gesprochen wurde. Das Kloster der heiligen Walpurga stand in Heidenheim. Sie ist ein Sonnensymbol, ihr Fest wurde in der letzten Nacht der dunklen Jahreshälfte, am 30.04. gefeiert. Angeblich öffnet sich in dieser Nacht die Tür zur „Anderswelt" , die Schleier / der Nebel zwischen den Welten werden dünner. Alle Sinne werden in dieser Zeit angesprochen. Weitere Göttinnen dieser Zeit sind u.a.: Flora, Astarte, Venus, Aphrodite, Inanna. Rituale: Mit allen Sinnen genießen (hören, sehen, riechen, tasten, schmecken), Liebe annehmen, die Schaffung eines heiligen Raumes, Garten/Wohnung neu gestalten, Feuerritual, die Farbe Rot, Bauchtanz.
Nächster Termin: 30.04.2012, Feuerlauf, 75233 Tiefenbronn
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21. Juni SOMMERSONNWENDE höchste Sonnenkraft und Wendepunkt

An der Sommersonnwende ist der längste Tag und die kürzeste Nacht zugleich. Das Leben beginnt zu pulsieren. Bei den Kelten hieß dieses Fest noch Alban Hevin, (sie feierten 12 Tage) - es war eine herrlich warme, wunderschöne Sommerzeit. Die Erdgöttin war schwanger mit werdenden Früchten der Erde. Alles wuchs und gedieh. Gleichzeitig war es die leichteste, sorgloseste Zeit des Jahres. Die Sonnwende galt als weitere Nahtstelle zwischen den Welten, in der sowohl die Götter als auch die Naturgeister den Menschen Nahe treten konnten. Die katholische Kirche hat daraus das Fest zu Ehren des Johannes des Täufers gemacht. Manchmal passiert etwas ganz besonderes am 21.06. Die Sonne und gleichzeitig auch der Mond zeigen sich in ihrer größten Lichtkraft, wenn um den 21.06. Vollmond ist. Das Licht besiegt die dunkle Nacht. Es ist, als ob beide Lichtquellen diese magische Nacht in einer ganz besonderen, feierlichen Art und Weise begehen. Wie eine mythische Hochzeit. Wer in dieser Nacht den Mond aufgehen sehen kann, sollte ihn in seiner besonderen Pracht und Kraft in seine Seele aufnehmen. 

Alltagsritual: Barfuss-laufen, die Sonne visualisieren, Mittagsonnmeditation, Das innere Kind wiegen, Feuermeditation
Speisen und Getränke: Kirschen, Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Heodelbeeren, alle wasserspeichernden Gemüse und Obstsorten. Düfte: Meeresgeruch, Heu, Lilien, Rose, Nelken. Musik: Rasseln, Harfe, Klavier, Entspannungsmusik (weich, Folklore, Chansons, Klassik - z.B.: Mozart, Schubert, Schumann)
Nächster Termin: 21.06.2012, Gesundheitszentrum Schriesheim
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1./2. August LAMMAS / LUGNASAD Ernte und Kräuterweihe

Die Kelten feierten am 01.08. das große Lichtfest Lugnasad, der Name bedeutet: Hochzeit des Lichts. Bei den Sachsen war dieses Fest als Lammas, als Schnitterfest, bei dem die Getreidefelder geschnitten und das Korn eingebracht wurde bekannt. Lamms liegt genau zwischen der Sommersonnwende und der Herbst-Tag-und-Nacht-gleiche. Allen spirituellen und kulturellen Handlungen dieses Festes liegt die Vorstellung zugrunde, dass es keinen Anfang und kein Ende gibt. Der August ist der Monat der Fülle, der Manifestation. In dieser Nacht leuchten angeblich sogar manche Steine, wie durch einen Wunder heller als der Vollmond.  Alltagsritual: Entscheidungen treffen, Kräuter ernten, die Nacht im Freien verbringen. Meditationsimpuls "Herzchakra, Fülle, die vier Himmelsrichtungen".
Nächster Termin: 2012
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23. September HERBSTTAGUNDNACHTGLEICHE Reichtum teilen und Dank

Früher gab es nicht zu jeder Jahreszeit genügend Ernte und so feierte man im Herbst die Ernte. Die Nächte werden jetzt wieder länger, die Zeit der Sonnenstrahlen kürzer. Dieses Fest leitet die Zeit, in der die Natur und das Leben sich wieder der Unterwelt (dem Boden) zuwenden, ein. Zu matriarchalen Zeiten wurde das Erntedankfest besonders geachtet und gefeiert. Die Feier dauerte bis zum ersten Vollmond nach dem Fest. Die besten Früchte der Ernte wurden den Göttern geopfert als Dank für die gute Ernte.  
Göttinen: Die Göttinnenpaare, der Archetypus der ausgleichenden und die dunkle Seiten integrierende Göttin, sowie die Heilerin und die Schamanin, die "Moosfrau", die "Bergfrau", die frei und selbstbestimmt lebt. Sowei auch: Demeter, Ceres, Annapurna, Athena Lindia, Baba Jaga, Rugia Boba, Mamapacha, Inanna, u.v.m.
Farben: Rosa, Lila, Purpurrot, Grün, gelb, Blau, Blaugrau, Taubenblau.
Energie: Wasser und Luft. Bäume: Wallnuss, Quitte, Birne. Tiere:Meerestiere, Delphine, Wale, Schlangen, Eichhörnchen.
Themen u.a.: Wo stehen wir im Leben? Was sind unsere Gewinne und Verluste? Welche Einstellung haben wir zum Geld und wie gehen wir damit um? Was ist das eigene Lebensziel? Welche sinnvolle und würdige Aufgaben haben wir bisher übernommen oder planen zu übernehmen?
Alltagsrituale: Vorsorge, Schutz, Dankbarkeit, Bilanz ziehen, Wechseln der Perspektive, Ritual für (Geld)Segen, (Lebensfreude)Spenden, bewusste Begegnung mit der Natur, Wassermeditation (das Element Wasser im Westen).  
Nächster Termin: 21.09. 19- 22.00, Gesundheitszentrum Schriesheim
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01. November SAMHAIN Trauern und Loslassen

Allerheiligen. Halloween. Das Dunkelheitsfest in der Nacht zum 1. November. Der Vorabend zu dem Kontakt zu den Ahnen, die Durchlässigkeit zur Totenwelt. Der Ahnenkult hatte einen hohen Stellenwert in allen Kulturen. Diese Verbindung zu den Ahnen war einer der größten Kraftquellen vieler alten Kulturen. Diese erlebten sich nicht als getrennt von den Ahnen sondern vielmehr als eine Einheit. Sie spürten ihre Präsenz und baten sie regelmäßig um Rat und Beistand in allen wichtigen Angelegenheiten. Die Ahnen wurden geehrt und geachtet für ihre unglaubliche Kraft der Unterstützung.  Göttinnen dieser Zeit: u.a. Archetypen der Magierin oder der Zauberin, Ereskigal, Hel, Kali, Hekate. Alltagsrituale/Themen: Lebensbaum, Lebensrückblick, Innenwendung, Zeit für sich nehmen, Gefühle der Trauer ausdrücken (z.B. durch Malen), Verlangsamung, Verarbeitung, Rückzug, im Kreis stehen / tanzen, Lockerschütteln, die Erfahrungen des Jahres würdigen, verarbeiten und Verluste betrauern, Klagelieder, Atemübungen: seufzen und Klagen, Würdigung der Ahnen. Energie: Wasser zum Reinigen, Durchspülen, Aufweichen, Transformieren. Meditation: Weisheit und Lebenskraft der Ahnen. Tiere: Krähen, Raben, Wölfe, Hunde, Kröten, Pferde. Bäume:Eibe, Zypresse, Thuja, Erlen. Farben: Schwarz, Dunkelblau, Dunkelgrün sowie schillernde dunkle bzw. irisierende Farben.

Nächster Termin:
01.11.2012, Gesundheitszentrum Schriesheim

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21. Dezember Wintersonnwende

Die Wintersonnwende bezeichnet die tiefste, dunkelste Nacht des Jahres, sie wird u.a. auch Mutternacht genannt. In dieser Nacht gebiert die Göttin tief in der dunklen Erde, in der stillsten aller Stunden das wiedergeborene Sonnenkind. Dies ist ein in vielen Kulturen und Religionen verbreiteter Mythos. Nach alter Überlieferung können wir in den Raunächten (die 13 Nächte nach der Wintersonnwende) die sog. "Schicksalsgöttinnen" anrufen, wenn wir z.B. etwas über unser Schicksal erfahren wollen oder wenn wir Unterstützung bei Loslassprozessen etc. benötigen. Alle Rituale sind in dieser Zeit besonders effektiv.

Die Energie dieser Zeit eignet sich dazu, das eigene Tempo bewusst zu verlangsamen und in die Stille zu gehen, bis "das Neue" sichtbar wird. Jetzt ist es also eine wunderbare Zeit zum Meditieren, zum Entspannen, zum Loslassen und für Visualisierungen. Erlauben Sie sich bewusst wahrzunehmen, welche Wünsche Sie haben. Bewusst Zeit mit sich selbst zu verbringen.
Was bedeutet diese Zeit für Sie? Welche Sagen, Märchen und Geschichten verbinden Sie mit dieser Zeit? Welche Gefühle und/oder innere Prozesse nehmen Sie wahr? Atemübungen in den Bauch (Solarplexus) - langsam und tief - wirken unterstützend.  Wenn Sie etwas Gutes tun wollen, so stellen Sie z.B. für die Tiere oder "Geistwesen" die uns überall in der Natur umgeben kleine Geschenke hinaus und/oder schenken Sie einem Menschen anonym etwas Schönes, Persönliches. "Heil-Kräuter" wirken besonders intensiv in dieser Zeit. Die Farben Violett, Rot, Gold und Dunkelgrün unterstützen alle Prozesse und sind die Farben der Göttinnen der Spiritualität und der Ahnen.

All diese Übungen / Rituale können uns auch heute noch helfen, (wieder) zu uns selbst zu finden - uns neu zu begegnen, unser eigenes Tempo zu erkennen, uns und unsere Umwelt besser wahrzunehmen, unsere Intuitionen zu stärken und mehr Klarheit in unserem Leben zu haben.
Nächster Termin:
21.12.2012, Gesundheitszentrum Schriesheim
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